Das
Festlegen von Sicherheitskriterien
Schon
bald darauf wurden auf der Grundlage von in Amerika durchgeführten
Forschungsstudien die Kriterien festgelegt, die aus medizinischer
Sicht notwendig sind, um beim Herunterfallen von Objekten
Hirntraumas zu verhindern. Man fand heraus, dass der entscheidende
Faktor das Verzögern der Aufprallgeschwindigkeit ist.
Gelingt es, die Geschwindigkeitsverzögerung des Kopfes
von einem Kind beim Aufprall auf den Boden auf 50 g zu begrenzen
(also um das Fünfzigfache der Schwerkraft), ist eine
permanente Gehirnverletzung äußerst unwahrscheinlich.
Dieser Wert bildete die Grundlage für neue britische
und später europäische Normen und Standards für
Spielplatz-Fallschutzbeläge.
Damit
waren die Anforderungen an einen Spielplatzbelag eindeutig
definiert. Er muss die richtigen elastischen Eigenschaften
haben, darf weder zu weich noch zu hart sein und muss die
Aufprallgeschwindigkeit um weniger als 50 g verzögern.
Außerdem muss er ausreichend dick sein, um die progressive
Deformierung so lange zu gewährleisten, bis der Kopf
des Kindes sicher zum Stillstand gekommen ist.
Diese
Leistungsdaten zu erzielen, war relativ einfach. Allerdings
erwiesen die ersten Produkte sich aufgrund der beträchtlichen
Dicke des elastischen Materials, das unter hohen Spielgeräten
erforderlich war (typischerweise 150 mm für eine Fallhöhe
von 3 m), als sehr kostspielig.
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